Starker Staat und Imperium Teutonicum

Wilhelm Stapel, Carl Schmitt und der Hamburger Kreis

Kieler ideengeschichtliche Studien (KIGS) 4
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Wilhelm Stapel (1882–1954) hatte von allen konservativen Revolutionären die wohl schärfste Feder: Mit ätzendem Sarkasmus, pfiffiger Ironie und schneidender Logik griff er seine weltanschaulichen Gegner an, allen voran die Vertreter eines christlich verbrämten Weltverbrüderungs-Humanismus.

Umfassende Bildung und genaue Bibelkenntnis gestatteten es Stapel, seine Gegner mit ihren eigenen Waffen zu schlagen: Jesus habe durchaus weder einer Egalitarismusdoktrin noch einem Pazifismus das Wort geredet; seine Liebesbotschaft sei vielmehr eine Aufforderung zur aktiven Parteinahme für die Höherwertigen unter den Menschen, die Schaffung eines starken Staates sei überdies Gottes Gebot.

Von der Radikalität Stapels kündet sein Hauptwerk Der christliche Staatsmann. In Anlehnung an das Denken seiner weltanschaulichen Weggefährten aus dem „Hamburger Kreis“ sowie seines Freundes Carl Schmitt skizziert der nationalistische Protestant 1932 — am Vorabend der Entstehung des Dritten Reiches —, wie das künftige Imperium Teutonicum beschaffen sein solle und wieso es die historische Sendung der Deutschen sei, die Führerschaft in diesem Reich zu übernehmen.

Wilhelm Stapel hatte bessere Kontakte zu Nationalsozialisten in hohen Positionen als jeder andere jungkonservative Denker und konnte nach 1933 zunächst noch frei publizieren. Der Kenner der Konservativen Revolution Sebastian Maaß portraitiert mit Wilhelm Stapel den vielleicht kompromißlosesten jungkonservativen Publizisten. Die Studie enthält in einem umfangreichen Anhang bislang unveröffentlichtes Archivmaterial, darunter Korrespondenz zwischen Stapel und bekannten Persönlichkeiten sowie Stapels „Entnazifizierungs“-Verteidigung von 1946.

ISBN-13: 978-3-941247-31-4
192 S., viele s/w. Abb., Engl. Broschur. im Großformat (14,5 x 22,5 cm).




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Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
von Prof. Dr. Klaus Motschmann

1. Einleitung

2. Biographie Wilhelm Stapels

3. Der Hamburger Kreis um Wilhelm Stapel


3.1. Albrecht Erich Günther
3.1.1. A. E. Günthers politische Publizistik

3.2. Gerhard Günther

3.3. Hans Bogner
3.3.1. Die verwirklichte Demokratie
3.3.2. Die Bildung der politischen Elite

4. Das Deutsche Volkstum

5. Wilhelm Stapels politische Publizistik


5.1. Der christliche Staatsmann: Eine Theologie des Nationalismus
5.1.1. Die Problemstellung
5.1.2. Geschichtlicher Teil
5.1.3. Kritischer Teil
5.1.4. Entscheidender Teil

5.2. Volksbürgerliche Erziehung
5.3. Antisemitismus und Antigermanismus
5.4. Die Fiktionen der Weimarer Verfassung

6. Carl Schmitt und Wilhelm Stapel

6.1. Die Ausgangslage
6.2. Das politische Denken Carl Schmitts
6.3. Der Briefwechsel zwischen Wilhelm Stapel und Carl Schmitt

7. Wilhelm Stapel und der Nationalsozialismus

8. „Finis Germaniæ?“

9. „Kann ein Konservativer Gegner des Christentums sein?“

10. Schlußbemerkung

11. Appendix


11.1. „Finis Germaniae?“ (1947)
von Wilhelm Stapel
11.2. „Kann ein Konservativer Gegner des Christentums sein?“ (1950)
von Wilhelm Stapel
11.3. Wilhelm Stapel an Rudolf Heß (Brief vom 10. Juni 1934)
11.4. Wilhelm Stapels „Entnazifizierungs“-Verteidigung
11.5. Armin Mohler an Wilhelm Stapel (Brief vom 21. Dezember 1949)
11.6. Armin Mohler an Wilhelm Stapel (Brief vom 10. Januar 1950)

12. Literaturverzeichnis

12.1. Sekundärliteratur
12.2. Quellen
12.3. Ungedruckte Quellen
12.4. Zeitschriften

13. Abkürzungen

14. Namens- und Sachregister




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Sebastian Maaß M. A. (geb. 1981) studierte Politik, Geschichte und Erziehungswissenschaft an den Universitäten Konstanz und Tübingen, umfassende Forschungstätigkeit insbesondere zur Konservativen Revolution und zur Genese der Neuen Rechten. Maaß' Studien über Leben und Werk von Edgar Julius Jung, Die andere deutsche Revolution (KIGS 1), und Arthur Moeller van den Bruck, Kämpfer um ein drittes Reich (KIGS 2), sowie Othmar Spann, Dritter Weg und wahrer Staat (KIGS 3), haben große Beachtung gefunden. An diese Darstellungen schließt sich die vierte Monographie in der Reihe „Kieler Ideengeschichtliche Studien“ über den konservativen Publizisten Wilhelm Stapel, Starker Staat und Imperium Teutonicum (KIGS 4), an.






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