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Patriarch des „Antisemitismus“ beschuldigt

● BUKAREST. — Die rumänische Nationalbank gibt eine Reihe von Gedenkmünzen heraus, die alle Patriarchen der rumänisch-orthodoxen Kirche seit 1925 zeigt. Gegen die Münze mit dem Antlitz des Patriarchen Miron Cristea, der 1938/39 überdies rumänischer Außenminister war, erhoben nun Bukarester Juden und das US-amerikanische Holocaust-Museum heftigen Protest. Die Vorwürfe an den Kirchenfürsten lauten, er habe 225.000 rumänischen Juden die Staatsbürgerschaft aberkannt und des weiteren dazu aufgerufen, die von Juden ins Land getragene „Epidemie der Korruption“ zu bekämpfen. Nach Meldungen vom 24. August 2010 ließ die rumänische Nationalbank verlautbaren, die Gedenkmünze trotz der Vorwürfe nicht zurückziehen zu wollen.


Burenführer ermordet

● VENTERSDORP. — Am 3. April 2010 wurde Eugène Terre’Blanche (69), Führer der südafrikanischen Burengruppierung Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB), auf seiner Farm bei Ventersdorp nahe Johannisburg im Schlaf ermordet. Bei den Tätern handelt es sich um Schwarzafrikaner. Seit dem Ende der Apartheid kommt es immer wieder zu rassistisch motivierten Verbrechen in Südafrika, Terre’Blanche ist der 3.363. ermordete weiße Farmer seit 1996. Der auch als Verfasser von Theaterstücken und Gedichten in Afrikaans bekannt gewordene Politiker stand zuletzt der AWB vor, die sich für den Fortbestand der Apartheid bzw. nach deren Aufhebung für die Schaffung weißer Siedlungsgebiete zum Schutz der burischen Kultur einsetzte; europäische Medien bezeichneten Terre’Blanche und die AWB meist als „rechtsextrem“ oder „neonazistisch“. Auf Terre’Blanches Beerdigung nahmen 15.000 Menschen Abschied von dem burischen Hoffnungsträger.


Eklat nach Ehrung

● WIEN. — Dem österreichen Bauingenieur Walter Lüftl (77), dem seitens der Technischen Universität Wien am 11. Dezember 2009 aus Anlaß der fünfzigsten Wiederkehr des Jahrestages seiner Diplomingenieur-Gradverleihung das Goldene Ingenieursdiplom verliehen worden war, wurde diese Ehrung bereits einen Monat später wieder aberkannt. Lüftl, der seit langem auch publizistisch tätig ist, war u. a. 1991 durch den sog. Lüftl-Report einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden, in dem er sich kritisch mit technischen Fragen im Zusammenhang mit den Konzentrationslagerkomplexen von Ausschwitz auseinandergesetzt hatte. Infolge dieses Textes hatte Lüftl 1992 vorzeitig den Vorsitz der österreichischen Bundesingenieurkammer abgeben müssen, ein gegen Lüftl angestrengter Prozeß war jedoch 1994 von der Oberstaatsanwaltschaft Wien eingestellt worden. — Ende 2009 wurden diese Ereignisse durch gegen die Ehrung Lüftls protestierende Lobbygruppen wieder aufgegriffen. Eine eilends eingesetzte Prüfungskommission der TU Wien beschied im Januar 2010, die Ehrung sei rückgängig zu machen, da „die Verfahrensvorschriften für die Ehrung“ nicht eingehalten worden seien. Rektor Peter Skalicky hatte noch am 18. Dezember 2009 ausdrücklich betont: „Wir haben extra nachgefragt. Die Fakultät hat die Verleihung befürwortet.“


Neues Nachrichtenmagazin gegründet

● BERLIN. — Dem seit Jahresanfang 2009 kursierenden Gerücht, ein neues, nicht dem ideologischen mainstream verpflichtetes Nachrichtenmagazin solle auf dem deutschen Markt lanciert werden, ist im Dezember 2009 durch das Erscheinen der ersten Ausgabe der Monatszeitschrift Zuerst! ein Ende gesetzt. Das unter der Ägide des Chefredakteurs Dr. Günther Deschner erscheinende Magazin soll politisch „im Zweifel jedenfalls nicht links“ stehen, wie es im Editorial heißt. Die Zuerst! löst offenbar das älteste rechte deutsche Periodikum, Nation (und) Europa (gegr. 1951), ab. Die nunmehr älteste nonkonforme Zeitschrift Deutschlands, das im Regin-Verlag erscheinende Junge Forum, wünscht dem Neuling einen guten Start und Erfolg in dem Versuch, die Medienlandschaft um einen Kontrapunkt zu bereichern.


Leiter der Artgemeinschaft verstorben

● HAMBURG. — Die Familie Jürgen Riegers (63) bestätigte das Verscheiden des Hamburger Rechtsanwaltes noch am Todestag, dem 29. Oktober; bereits seit Tagen kursierte verfrüht das Gerücht von seinem Tod. Es heißt, Rieger sei den Folgen eines Schlaganfalls erlegen, der ihn am Samstag, den 24. Oktober 2009, auf einer Parteiveranstaltung ereilt hatte. Der äußerst aktive Jürgen Rieger war unter anderem seit 1989 Leiter der Artgemeinschaft-GGG gewesen, einer neuheidnischen Gruppierung, die germanische Werte und deutsches Brauchtum weitertragen will. Rieger bemühte sich, gegen den erbitterten Widerstand von christlichen Institutionen und politischen Konkurrenten, insbesondere jungen Menschen Wissen und Perspektive zu vermitteln und nonkonforme Bildungseinrichtungen ins Leben zu rufen, was ihm harsche Schelte von seiten der mainstream-Medien eintrug. Die Hinterbliebenen betonten, daß sie nicht nur um einen den etablierten Kräften unbequemen Rechtsanwalt trauerten, sondern vor allem um einen „geliebten Vater“.


Strafbefehl gegen Pius-Bischof beantragt

● REGENSBURG. — Die Regensburger Staatsanwaltschaft hat einen Strafbefehl gegen Mgr. Richard Williamson (69) beantragt, wie am 15. Oktober 2009 bekannt wurde. Dem katholischen Bischof wird der Verstoß gegen den oft als „Maulkorb-Paragraphen“ apostrophierten § 130 StGB zur Last gelegt, der in Deutschland die freie Meinungsäußerung zu einigen Themen unter Strafe stellt. — Mgr. Williamson hatte am 28. November 2008 einem schwedischen Journalisten im Pius-Priesterseminar in Zaitzkofen Rede und Antwort gestanden und dabei die inkriminierten Aussagen zur Zeitgeschichte getätigt. Das Interview war am 21. Januar 2009 im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt worden, drei Tage bevor Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation von vier Pius-Bischöfen aufhob; in der Folge wurde in den Medien harsche Kritik am Oberhaupt der katholischen Kirche laut. Kritiker sehen wahlweise den Papst oder Bischof Williamson als Opfer einer lancierten Medienkampagne, die entweder die katholische Kirche oder die stark angefeindete Pius-Bruderschaft diskreditieren soll.


Unruhen in Tibet befürchtet

● LHASA. — Fast 100 Tibeter wurden am 22. März von den chinesischen Okkupationskräften festgenommen, weil sie — so die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua — „eine Polizeiwache und Mitarbeiter der Behörden“ in der westchinesischen Provinz Qinghai angegriffen hätten. Ursache war die Verhaftung eines 28jährigen tibetischen Mönches und sein Verschwinden aus dem Gewahrsam; ob eine Flucht des Mönches vorliegt oder ein Verbrechen von chinesischer Seite, ist noch nicht eindeutig geklärt. — Am 28. März 2009 jährt sich die Besetzung Chinas zum 50. Male. Der 11. Pantschen-Rimpotsche, Gyaincain Norbu — nach dem Dalai Lama das zweitmächtigste spirituelle Oberhaupt Tibets —, ruft dieser Tage die Tibeter auf, der Kommunistischen Partei Chinas ihr Vertrauen zu schenken. Norbu, 1990 geboren und in Peking erzogen, gilt als Marionette der chinesischen Regierung.


„Mystiker der Anden“ verstorben

● SANTIAGO DE CHILE. — Am 28. Februar 2009, dem Tag des Saturns — des Gottes, der das Goldene Zeitalter versinnbildlicht —, verstarb der berühmte Esoteriker Miguel Serrano Fernández (* 1917) in seiner Geburtsstadt. Als Diplomat und Schriftsteller hatte Serrano bedeutende Menschen auf der ganzen Welt kennengelernt und stand mit ihnen im regen Austausch, u. a. Hermann Hesse, C. G. Jung, Savitri Devi, Aldous Huxley und Indirā Gāndhī. In seiner Heimat als Literat gewürdigt, blieben ihm aufgrund seiner bekanntesten spirituellen Konzeption, des „Esoterischen Hitlerismus“, internationale Ehrungen versagt. Dasjenige seiner Werke, das Serrano am stärksten in Verruf brachte, Das Goldene Band (1978; dt. 1982), ist dabei gar nicht einmal typisch für das bedeutende esoterisch-belletristische Œuvre Serranos. Der von René Guénon und Julius Evola beeinflußte Schriftsteller harrt in Europa noch seiner wahren Entdeckung. Serrano hatte erst vor wenigen Tagen noch eine Interview-Anfrage vom Jungen Forum erhalten; die Herausgabe kritisch-fundierter Sekundärtexte über Serrano im REGIN-VERLAG war ebenso geplant wie eine Inverlagnahme einiger noch nicht ins Deutsche übersetzter Schriften des „Mystikers der Anden wie auch des Himalayas“ (Gero Schmitt). — Auf Serranos Beisetzung am 2. März nahmen 670 Menschen Abschied von dem Literaten.


Nachruf auf Miguel Serrano
von dem chilenischen Dichter und Esoteriker
Sergio Fritz Roa


Meister des Essays wird 70

● KANDERN. — Am 23. Februar 2009 jährt sich der Geburtstag von Gerd-Klaus Kaltenbrunner zum 70. Male. Kaltenbrunner gilt als einer der bedeutendsten konservativen Denker in Deutschland. Seine größte Schaffenskraft legte der Philosoph in den siebziger und achtziger Jahren an den Tag, Werke wie Rekonstruktion des Konservatismus (1972) und Der schwierige Konservatismus (1975) machten ihm ebenso einen Namen als kritsch-konservativer Publizist wie seine Trilogie Europa (1985–87), in der zahllose Personen der Geistesgeschichte in biographisch-werkdeutenden Aufsätzen gewürdigt werden, die Kaltenbrunner als einen Meister der Essayistik zeigen. Seit Mitte der neunziger Jahre, als zwei religiöse Bücher von ihm erschienen — Johannes ist sein Name (1993) und Dionysius vom Areopag (1996) —, ist es still um den Philosophen geworden, der sich in Klausur zurückgezogen hat. 2004 publizierte Kaltenbrunner noch einmal im Jungen Forum über die Eiserne Garde, 2009 ist ein bedeutender Aufsatz des Autors in der Reihe „Kaplaken“ nachgedruckt worden: Elite – Erziehung für den Ernstfall.


Christenfeindliche Stimmung in Israel

● JERUSALEM. — In jüngster Zeit sind im „Heiligen Land“ immer häufiger christenfeindliche Äußerungen zu beobachten. Nun brachte eine Satiresendung auf dem israelischen Kanal Arutz 10 das Faß zum Überlaufen: Der Moderator Leor Schlein verulkte am 16. und 17. Februar die katholische Kirche, dabei unterstellte er dem Klerus insgesamt antisemitische sowie pädophile Neigungen und machte sich des weiteren über die Jungfrau Maria und Jesus öffentlich lustig. Die Folge der Sendung war eine Protestwelle, in der arabische Christen und Muslime sich gegen die Herabsetzung von Glaubensinhalten solidarisierten. Eine Gruppe von Anwälten hat Schlein, der sich inzwischen bei den Zuschauern öffentlich entschuldigt hat, angezeigt. Es gehe ihnen nicht um Geld, so ein Sprecher, sondern darum, daß ein Zeichen gegen die Christenfeindlichkeit gesetzt werden müsse. — Christen sind seit einiger Zeit in Israel stärker werdender Diskriminierung ausgesetzt, Tätlichkeiten wie Spucken sind ebensowenig eine Seltenheit wie die absichtsvolle Verunreinigungen christlicher Grundstücke mit abgeladenem Müll.


Dalai Lama erhält Deutschen Medienpreis

● BADEN-BADEN. — Am Dienstag, dem 10. Februar 2009, wird anläßlich des 50. Jahrestages seiner Flucht aus Tibet Seine Heiligkeit, der Dalai Lama, mit dem Deutschen Medienpreis geehrt. — Das geistige Oberhaupt der Tibeter hatte 1959 seine Heimat verlassen müssen, als die chinesische Besatzungsmacht, die seit 1951 in Tibet ein harsches Regime führte, eine Volksempörung blutig niederschlug; im Zuge der chinesischen „Kulturrevolution“ kam es zur Zerstörung fast aller Tempel und Klöster Tibets durch die kommunistischen Okkupationskräfte. Der Dalai Lama lebt seither in Indien im Exil.


„Heil Dir im Siegerkranz“

Kaisergeburtstag! Am Dienstag, dem 27. Januar 2009, jährt sich der Geburtstag des letzten deutschen Kaisers, Wilhelms II., zum 150. Male.


Grand seigneur des Konservativismus verstorben

● MÜNCHEN. — Am Sonntag, dem 25. Januar 2009, verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit der bekannte Publizist Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing im 82. Lebensjahr. Er gab von 1970 bis 1998 die konservativ-intellektuelle Zeitschrift Criticón heraus, die sich rasch einen Namen machte und philosophische, weltanschauliche sowie politische Fragestellungen aufgriff. Schrenck-Notzing wurde überdies einem größeren Leserkreis durch seine vieldiskutierte Monographie Charakterwäsche: Die Politik der amerikanischen Umerziehung in Deutschland (1965) sowie das von ihm herausgegebene umfangreiche Lexikon des Konservatismus (1996) bekannt.


Exkommunikation der Pius-Bischöfe aufgehoben

● ROM. — Am Mittwoch, dem 21. Januar 2009, wurde die Exkommunikationsstrafe latae sententiae aufgehoben, die die katholische Bischofskongretation am 1. Juli 1988 gegen vier Bischöfe — Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta — ausgesprochen hatte. Die Bischöfe waren von Erzbischof Marcel Lefebvre (1905–1991) unerlaubt, aber rechtsgültig zu Bischöfen geweiht worden. Lefebvre, der sich gegen die Aufweichung der katholischen Tradition durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962–65) wandte, gründete 1970 die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX), die es Katholiken gestatten sollte, die Ausbildung zum Priester zu beenden, ohne sich der Liturgiereform beugen sowie die Vatikanumsbeschlüsse zur Ökumene, Religionsfreiheit und Kollegialität der Bischöfe mittragen zu müssen. — Durch die nunmehrige Revision der Exkommunikation der vier Bischöfe solle, so der Präfekt der Kongregation für die Bischöfe Kardinal Giovanni Battista, „das gegenseitige Vertrauensverhältnis konsolidiert und verstärkt werden“.


Patriarch von Moskau verstorben

● MOSKAU. — Am Freitag, dem 5. Dezember 2008, verstarb Alexius II. in Peredelkino bei Moskau. Der Baltendeutsche, der 1929 in der estnischen Hauptstadt Reval als Sohn einer Deutschlehrerin und eines dem kurländischen Adel entstammenden Vaters geboren wurde, hieß mit bürgerlichem Namen Alexei Michailowitsch Rüdiger. Alexei empfing 1950 die Priesterweihe, elf Jahre später wurde er zum Bischof von Tallinn (d. i. Reval) und Estland geweiht. 1990 wurde er zum Patriarchen gewählt, und in seine Zeit fiel der Wiederaufstieg der Russisch-Orthodoxen Kirche infolge des Zerbrechens des Sowjetkommunismus. Ein Jahr vor seinem Tode konnte Alexei die Vereinigung mit der Russisch-Orthodoxen Auslandskirche bewirken.

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Luther schlägt seine 95 Thesen am Dom zu Wittenberg an

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Wir leben im kali yuga, dem Dunklen Zeitalter.