Das Buch ist eine Reise durch die Entwicklungsgeschichte des Shintô, beginnend bei seinem großartigen Schöpfungsmythos, dem mannigfaltigen Götterpantheon, deren Oberhoheit die Sonnegöttin Amaterasu ist, bis hin zu deren direkten Nachfahren, den japanischen Kaisern – Mikado genannt. Für den früheren — und teilweise gilt dies auch noch für den heutigen — Japaner, ist der Kaiser ein Gott und das Vaterland heilig; in der Erde, in jedem Stein und Baum, ja auch der Japaner selbst ist für den Shintô-Gläubigen heilig. Diese mythischen Zeugnisse und die verschiedenen, sich daraus entwickelnden Kulte im Volks-, Sekten- und Staats-Shintô sind Zeichen für den hohen Grad an Frömmigkeit, die auch heute noch einem Großteil des japanischen Volkes innewohnt. Die enorme Opferbereitschaft der Kamikazepiloten des Zweiten Weltkrieges ist ein Musterbeispiel für die Kraft, die dieses Volk aus dem Shintô geschöpft hat.
Prof. Rosenkranz unternahm im Auftrag der Reichsregierung in den 40er Jahren verschiedene Reisen nach Ostasien und erhielt sein Wissen über die Tradition Japans auf diesem Wege aus erster Hand.