REGIN-VERLAG
Startseite » Katalog » Religion & Tradition » LSOH01 Ihr Konto | Warenkorb | Kasse
J. W. Hauer: Schrift der Götter 19,95 EUR
Art.Nr.: LSOH01
Artikeldatenblatt drucken
J. W. Hauer: Schrift der Götter
J. W. Hauer: Schrift der Götter

Vom Ursprung der Runen.

Die Runen sind die heiligen Schriftzeichen der Germanen. Deren Göttervater, der weise Odin, erblickte sie in visionärer Schau und schenkte sie den Menschen. So der Mythos. Archäologen und Sprachwissenschaftler hingegen versuchen seit weit über hundert Jahren nachzuweisen, daß unsere Vorfahren die Runen lediglich übernommen hätten, und zwar von anderen „höherentwickelten“ Völkern, etwa, nach der christlicherseits bevorzugten Sichtweise ex oriente lux, von semitischen Stämmen bzw. aus dem mesopotamischen Kulturraum. Der weltberühmte Indologe und Religionswissenschaftler Prof. Wilhelm Hauer teilt diese These nicht und beweist mit einer großen Anzahl sprachwissenschaftlicher und semiotischer Belege, daß sich die Runen aus den Heilszeichen und Symbolen der Westindogermanen entwickelten, von denen wir abstammen. Dieses wissenschaftliche Werk, 1943 geschrieben, kam kriegsbedingt nie zur Veröffentlichung und liegt somit erstmals und in zeitloser Aktualität vor.

Pressestimmen:
„Für Wilhelm Hauer ist die konsensuell anerkannte Theorie [der Herleitung der Runenzeichen von der lateinischen, griechischen oder nordetruskischen Schrift] untauglich, weil sie nichts erklärt, da sich das griechische und das phönizische Alphabet nur schwerlich in Beziehung zueinander setzen lassen. Die illyrischen Phoiniker, argumentiert er unter Berufung auf Herodot, die den Griechen die Schrift gebracht haben sollen, waren Menschen mit indogermanischer Sprache, während die Phönizier, die etwa in den Küstenstädten Byblos, Tyros und Sidon lebten, zur semitischen Sprachenfamilie gehörten. Hauer stützt sich nun auf die Überlieferung von der Schrifterfindung, um in Erfahrung zu bringen, wie die Menschen im griechischen und italischen Raum ihre Schriftlichkeit erklären. Zu diesem Zweck untersucht Hauer die Mythen um Palamedes, Orpheus, Danaos, Kekrops, Linos, Prometheus sowie der Moiren und Hermes, dann widmet er sich dem germanischen Mythos, wie ihn etwa die Edden und Sagas überliefern, und insbesondere dem Losorakel, über das nicht nur Tacitus berichtet, sondern zu dem auch archäologisches Fundmaterial vorliegt. Überdies stellt Hauer eine Verbindung zu der alten Mythe von Míms abgetrenntem und weissagendem Haupt her, die eine der ältesten Schichten in der nordischen Mythologie repräsentiert.
[…] Schließlich fügt Hauer seine Erkenntnisse der Bedeutung der Einzelrunen zusammen und geht in einem langen Selbstzitat, das seinem Buch Urkunden und Gestalten der germanisch-deutschen Glaubensgeschichte (1943) entnommen ist, auf den weltanschaulichen Gehalt der Runenreihe ein: Das — rechtsläufig gelesene — Futhark setzt er in Beziehung zur Weltenentstehung, wie sie in der Völuspá geschildert wird. Hauer interpretiert jede Rune als auf das Göttlichen hingeordnet und erkennt, daß die Ordnung der Reihe als solcher mit dem religiösen Schöpfungsmythos korrespondiert; hier bestätigt sich Margarete Dierks’ Einschätzung Hauers als homo religiosus überaus eindrucksvoll (Jakob Wilhelm Hauer 1881–1962: Leben, Werk, Wirkung. Heidelberg, 1986. S. 9). Daß Hauer auf sein eigenes Werk von 1943 verweist, ist mitnichten unangebracht, da es heute äußerst rar ist; bestünde ein besserer Zugang zu dieser seltenen Hauer-Schrift, hätte wohl die holländische Autorin Freya Aswynn nicht das Rad neu erfinden müssen und 1991 feierlich behauptet, die Entdeckung der Korrespondenz zwischen Futhark und Völuspá stamme von ihr „und niemandem sonst“ (Die Blätter von Yggdrasil. Wien, 1991. S. 58)… Wilhelm Hauer ist ihr um mehr als vier Jahrzehnte zuvorgekommen.
[…] Die wissenschaftliche Erkenntnis ist im Fluß, und Hauer ist sich dessen zeitlebens bewußt gewesen. […] Da die Antworten auf die zentralen Fragen, denen Hauers Interesse galt, heute noch immer die gleichen sind wie zur Zeit der Niederschrift des Werkes, ist dieses trotz seines Alters hochaktuell.“

Quelle: Rezension von Lars Gehrke (Auszug), Hagal Nr. 3 (2006)



Autor: Jakob Wilhelm Hauer; Nachw. v. D. A. R. Sokoll
Veröffentlichungsjahr: 2005
Seitenzahl: 240, s/w. Abb., Karten u. Tabellen
Bindeart: geb.

Diesen Artikel haben wir am Freitag, 09. Januar 2009 in unseren Katalog aufgenommen.

Kunden, welche diesen Artikel kauften, haben auch folgende Artikel gekauft:

Bär: Knotenpunkte ... deutsch-russischer Geschichte
Junges Forum Nr. 1-2/2000
33 Seiten
3,00 EUR
1 x 'Bär: Knotenpunkte ... deutsch-russischer Geschichte' bestellen
Hanns Amhoff: Das Wesen der Nation Hanns Amhoff: Das Wesen der Nation
Junges Forum Nr. 4/73
32 Seiten
1,00 EUR
1 x 'Hanns Amhoff: Das Wesen der Nation' bestellen
Junges Forum Nr. 8:<br />Vision Eurasien Junges Forum Nr. 8:
Vision Eurasien
Jenseits von Nationalismus und Internationalismus. — Achte Ausgabe der neuen Ausgabe der Buchzeitschrift mit sechs Beiträgen zum Thema Eurasien, u. a. von Dominik Schwarzenberger, Falk Liepe, Martin A. Schwarz… — 96 Seiten, viele s/w. Abb., Klebebindung.

9,50 EUR
1 x 'Junges Forum Nr. 8:<br />Vision Eurasien' bestellen
Junges Forum Nr. 9:<br> Terra incognita - Das andere Amerika Junges Forum Nr. 9:
Terra incognita - Das andere Amerika
Identitäre Strömungen und Bestrebungen in Lateinamerika. —— Autoren: Wolfgang Bendel (Hrsg.), Dominik Schwarzenberger (Hrsg.), Marcos Ghio, Tiberio Graziani, Martin A. Schwarz u. a. —— 97 Seiten, viele s/w. Abb.

9,50 EUR
1 x 'Junges Forum Nr. 9:<br> Terra incognita - Das andere Amerika' bestellen
Junges Forum Nr. 10:<br />Kampf um das heilige Land Junges Forum Nr. 10:
Kampf um das heilige Land
Der Zionismus – eine Ideologie der Expansion?

VORANKÜNDIGUNG! Erscheint 2016!

Autoren: Prof. Kevin Macdonald, Dominik Schwarzenberger, Alexander Dugin, Prof. Claudio Mutti, Tiberio Graziani, Richard Melisch, Prof. Friedrich Romig, Israel Schamir, Martin A. Schwarz. — ca. 100 Seiten, viele s/w. Abb.
Leseproben gefällig? Klicken Sie bitte hier!

9,50 EUR
1 x 'Junges Forum Nr. 10:<br />Kampf um das heilige Land' bestellen
Sebastian Maaß: Die Geschichte der Neuen Rechten Sebastian Maaß: Die Geschichte der Neuen Rechten
in der Bundesrepublik Deutschland.
— Das wissenschaftliche Grundlagenwerk zur Geschichte der Neuen Rechten zeichnet deren Entstehung nach, angefangen bei Armin Mohler und dem Rückbezug auf Theoreme der Konservativen Revolution, und portraitiert die herausragenden heutigen Köpfe dieser intellektuellen Bewegung, die sich selbst von der Linken einerseits wie auch von der sog. Alten Rechten andererseits abgrenzt. — 368 Seiten, geb. im Großformat, Lesezeichen beiliegend.

39,95 EUR
1 x 'Sebastian Maaß: Die Geschichte der Neuen Rechten' bestellen

Copyright © 2002-2010 REGIN-VERLAG - Postfach 03 65 - D-24207 Preetz
Bei Fragen zu unserem Netzangebot wenden Sie sich bitte an: regin-verlag@gmx.de
Technische Betreuung: Albrecht Medien
Regin-Banner